Mit richtiger Ernährung die Konzentration verbessern Nuss

Energie fürs Gehirn

Forscher sind sich einig: Zwischen Ernährung und Gehirnaktivität besteht ein grundsätzlicher Zusammenhang. Erst durch gesunde Ernährung kann das Gehirn seine Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit voll entfalten, denn hierzu ist es auf ganz bestimmte Stoffe angewiesen. Komplexe Kohlenhydrate, essentielle Fettsäuren, Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine liefern dem Gehirn die nötige Energie. Mehr als 20 Prozent unseres täglichen Energiebedarfs verbraucht alleine das Gehirn – bei Kindern sogar noch mehr. Amerikanische Forscher haben herausgefunden: Im Alter von vier bis fünf Jahren benötigt das Gehirn etwa 43 Prozent der Energie des gesamten Körpers.

Sechs Teelöffel Zucker

Die liebsten Energielieferanten für das Gehirn sind Zucker und Fett. Doch aufgepasst: Dieser Hunger sollte nicht in Form von Süßigkeiten gestillt werden. Zucker liefert nur kurzfristig den gewünschten Antrieb, sorgt aber für einen schnellen Energieabfall und dafür, dass der Blutzuckerspiegel niedriger fällt als zuvor. Schokoriegel und Softgetränke rauben wertvolle Energie, machen müde und vermindern so die Konzentrationsfähigkeit. Zucker wird als Hauptursache für Fettleibigkeit und eine Reihe weiterer Volkskrankheiten wie Diabetes Typ 2, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz angesehen. Eine neue Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschränkt die empfohlene Menge an Zucker für Erwachsene auf 25 Gramm täglich – das sind etwa 6 Teelöffel Zucker.  Für Kinder gelten 12,5 Gramm täglich, das sind etwa drei Teelöffel Zucker (eine Dose Limonade enthält schon zehn Teelöffel Zucker).

Kluge Lebensmittel

Doch was sollte stattdessen auf den Tisch oder als Zwischenmahlzeit her? Wichtige Brainfood-Vertreter sind Birnen, Äpfel, Nüsse, Brokkoli, Fisch, Dinkel und Hülsenfrüchte. Als Snack zwischendurch bieten sich zum Beispiel Nüsse hervorragend an. Walnüsse liefern wichtige Omega-3-Fettsäuren, stecken voller B-Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und dem Nervenbotenstoff Cholin, der Nervosität und Konzentrationstiefs vorbeugt. Auch Bananen entpuppen sich als Brainfood: Sie liefern schnell Energie und dem Gehirn Serotonin – ein Stoff, der glücklich macht. Blaubeeren regen die Informationsübertragung zwischen den Neuronen an und verbessern dadurch die Reaktionszeit und Denkfähigkeit. Brokkoli wiederum schützt mit Vitalstoffen wie Sulforaphan und Thioctsäure vor freien Radikalen, die die Gehirntätigkeit schädigen können.

Regelmäßig essen – und trinken

Damit der Gehirnstoffwechsel gut funktioniert, sollte täglich viel getrunken werden. Zu wenig Flüssigkeit beeinträchtigt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Außerdem sollte auf eine gleichmäßig hohe Energieversorgung geachtet werden. Experten empfehlen fünf Mahlzeiten am Tag. Um die leeren Kohlenhydratspeicher morgens wieder aufzufüllen und somit energiegetankt in den Tag zu starten, sollte auf ein Frühstück nicht verzichtet werden. Eine gute Grundlage liefern Vollkornprodukte, denn sie enthalten komplexe Kohlenhydrate, deren Zucker langsam ins Blut abgegeben wird, was für mehr Power sorgt. Besonders für Kinder ist deshalb ist auch das Pausenbrot so wichtig, weil es die notwendige Energie nachliefert und den Blutzuckerspiegel konstant hält. Unkonzentriertheit und Müdigkeit werden so vertrieben.

Mit richtiger Ernährung die Konzentration verbessern Apfel

Pausenbrot:

Vollkornbrot mit Fitnessquark

Zutaten:
2 Scheiben Vollkornbrot
80 g Quark (20 Prozent Fett)
30 g rote Paprika (gewürfelt)
40 g Gurke (gewürfelt)
Schnittlauch, Salz, Pfeffer
Salatblätter
Für den Joghurt:
150 g Naturjoghurt (3,5 Prozent Fett)
Zucker
50 g Beeren

So geht’s: Quark mit den Gemüsewürfeln vermischen, Schnittlauch in Röllchen schneiden, unter den Quark rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Salatblätter auf eine Brotscheibe legen, Quark darauf verteilen. Mit der zweiten Scheibe abdecken. Joghurt mit etwas Zucker süßen und in einen Trinkbecher füllen. Die gesäuberten Beeren hinzugeben.

Rezept von www.baby-und-familie.de