Teamgeist und Fairplay bei Kindern

Teamgeist – Gemeinsam sind wir stark

Der Klassiker unter den Werten, die mit Sport assoziiert werden, ist zweifelsohne die soziale Komponente. In Mannschaftssportarten wie Fußball, Hockey, Handball, Basket- oder Volleyball ist ein Erfolg nur gemeinsam als Team möglich. Jeder einzelne ist wichtig, aber nur alle zusammen haben eine Chance auf Erfolg. Vor dem Ich steht das Wir. Nach dem Prinzip des Teamgeists das eigene Ego zum Vorteil einer Gemeinschaft zurückzustellen, ist eine wichtige Lektion. Die Rücksichtnahme auf andere und deren Bedürfnisse während des Spiels, um ein sinnvolles Zusammenspiel zu erreichen, muss ein Kind erst lernen, verstehen und dann umsetzen.

„Fairplay“ und der Respekt vor anderen

Es ist kein Zufall, dass Verfehlungen umgangssprachlich als „unsportliches Verhalten“ abgekanzelt werden. Doch auch Fairplay will gelernt sein, auf- und abseits des Sportplatzes. Auf Wikipedia ist Fairplay wie folgt beschrieben: „Ein bestimmtes sportliches Verhalten (…), das über die bloße Einhaltung von Regeln hinausgeht. Es beschreibt eine Haltung des Sportlers, und zwar die Achtung des bzw. den Respekt vor dem sportlichen Gegner, sowie die Wahrung seiner physischen und psychischen Unversehrtheit. Der sportliche Gegner wird als Partner gesehen oder zumindest als Gegner, dessen Würde es zu achten gilt, selbst im härtesten Kampf (…).“

Das Einhalten der Wettkampf- bzw. Spielregeln ist die Grundlage für Fairplay. Dazu gehört in weiterem Sinne auch das Ablehnen von Tricks und Betrug, um einen Vorteil für sich zu schaffen. Diese „moralische“ Komponente an Kinder zu vermitteln, ist ein langwieriger Prozess. Einfluss darauf haben nicht nur die Eltern (ihnen fällt aber die gewichtigste Rolle zu!), sondern die ganze Umgebung: Von Spielkameraden über die Großeltern bis hin zum Sportverein sieht ein Kind in zig Situationen, wie andere Menschen sich verhalten und urteilen. Gute Vorbilder sind die besten Vorbilder!

Respekt vor dem Gegner

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Fairplay-Liste ist der Umgang mit Sieg und Niederlage. Wer kennt sie nicht, die unbeliebten „schlechten Verlierer“. Es gibt aber auch schlechte Gewinner! Freude über den Sieg ist eine Sache, die Niederlage als Freischein für respektloses Verhalten gegenüber dem Verlierer zu verstehen, eine andere. Verbales Nachtreten oder auch die Gefährdung eines Kontrahenten bei einem „Sieg um jeden Preis“ sind Verhaltensweisen, die einem Kind von Trainer und Team als nicht erwünscht vermittelt werden können.

Rituale wie Trikottausch sowie das gegenseitige Abklatschen nach einem Spiel sind wichtige Elemente, die den Fairplay-Gedanken sicht- und greifbar werden lassen. Sie bieten Eltern eine gute Möglichkeit, dem eigenen Kind zu erklären, dass ein eifrig geführter „Kampf“ auf dem Platz mit dem Abpfiff des Spiels definitiv beendet ist.