Sport macht Kinder fit

– körperlich, geistig und menschlich

Bewegung ist für Menschen und vor allem für Kinder ganz besonders wichtig. Warum eigentlich? Wer körperlich aktiv ist, erfährt nicht nur seine Umwelt auf vielfältige Art und Weise, sondern auch den eigenen Körper. Organisierter Sport fördert Teamgeist und die Bereitschaft, sich an Regeln zu halten. Und Erfolge beim Sport verleihen Stärke und Selbstvertrauen.

Umgekehrt kann Bewegungsmangel zu erheblichen Fehlentwicklungen führen, beispielsweise in Bezug auf die Denkfähigkeit oder die sprachlichen und sozialen Kompetenzen. Körperlich kann sich zu wenig Bewegung in Problemen mit der Haltung, dem Herz-Kreislauf-System oder in Übergewicht niederschlagen. All dies ist Grund genug, schon als Kind die Freude an der Bewegung zu entdecken!

Viel erleben und entdecken

Bewegung ist gut für die Sinne. Das gilt schon für die Kleinen. Und wer viel erlebt, der entwickelt sich auch geistig weiter. Kinder müssen die Welt mit allen Sinnen entdecken, um sie begreifen zu können. Balancieren auf Mauern, laufen, toben und in Pfützen springen – so lässt sich die Welt entdecken. Nur wer etwas ausprobiert und dabei auch mal an Grenzen geht, weiß seine Fähigkeiten richtig einzuschätzen.

Gut für die Entwicklung

Sport ist gut – kein Sport ist nicht so schlimm? Falsch, denn wird der Bewegungs- und Spieldrang der Kinder nicht erfüllt, wird nicht nur die körperliche Entwicklung beeinträchtigt: Es kann auch zu Problemen bei Spracherwerb, Intelligenzentwicklung, Konzentrationsfähigkeit und zu psycho-sozialen Auffälligkeiten kommen.

Dass Sport gesund ist, weiß jeder. Wie gesund er wirklich sein kann, zeigt sich darin, dass sowohl das Herz-Kreislauf- als auch das Immunsystem trainiert sowie Knochen und Muskeln gestärkt werden. Im Gegensatz dazu kommt es durch Bewegungsmangel häufig zu:

  • Einem Abschwächen der Muskulatur. Dies wirkt sich auf die gesamte Körperhaltung aus und kann beispielsweise zu Rückenschmerzen führen.
  • Stoffwechselstörungen und dadurch resultierendes Übergewicht. Diabetes Typ 2 tritt immer häufiger bereits im Kindes- und Jugendalter auf.
  • Schwächen des Herz-Kreislauf-Systems. Kinder und Jugendliche sind dadurch nicht ausreichend belastbar und weniger leistungsfähig. Und auch bereits in jungen Jahren kann Bluthochdruck ein Thema sein.

Bewegung im Alltag

Im Kleinkind- und Vorschulalter spielt der organisierte Vereinssport noch eine untergeordnete Rolle. Umso wichtiger ist es, dass Kinder schon jetzt in einem bewegungsorientierten Umfeld aufwachsen. Fernseher und Computer sind beliebt – aber eben nicht alles. Verbringen Sie viel Zeit mit Ihren Kindern, spielen Sie mit ihnen, vermitteln Sie ihnen Freude an der Bewegung und ein Gefühl von Geborgenheit. Letztlich werden auch Sie selbst davon profitieren.

Aus Kindern werden Leute. Größeren Kindern und Jugendlichen, die sich nach und nach zu eigenständigen Persönlichkeiten entwickeln, bietet der organisierte Sport wertvollen Rückhalt. Dass auch Körper und Geist davon profitieren, ist ein weiteres Plus.

Wissen, was man will

Erfolgserlebnisse verbuchen. Selbstbewusst in die Welt gehen. Stärke gewinnen und Nein zu Drogen oder Alkohol sagen können – bei all dem finden Jugendliche im Sport eine wichtige Unterstützung. Kiffen, Ecstasy, Alko-Pops? Jugendliche, die aktiv und engagiert Sport treiben, sagen dazu aus freien Stücken: Nein, danke!

Einzelkämpfer haben es meist schwer im Leben. Im Sport lernt man, sich als Person im Team zu behaupten, aber auch als Teil einer Mannschaft zu agieren. Das stärkt nicht nur das eigene Ego, sondern auch die Sozialkompetenz: Gibt es etwas Schöneres, als gemeinsam mit der Mannschaft für ein bestimmtes Ziel zu kämpfen? Die multikulturelle Gesellschaft ist Realität: Im Sport ist es selbstverständlich, dass Jugendliche aus anderen Kulturen und Außenseiter rasch zu Freunden werden.