Hormone beim Sport

Sport macht schöne Muskeln. Sport macht schlank. Sport macht glücklich.  Das wissen wir alles! Aber warum das so ist, wissen Sie das auch? Wenn nicht, dann haben wir hier die Auflösung: Ein kleiner Ausflug in die Welt der frohen Botschafter – Der Hormone, die unser Körper freisetzt, während wir unsere Muskeln spielen lassen.

Somatotropin – das Anti-Aging-Hormon

Bei intensivem Krafttraining schüttet der Körper jede Menge Wachstumshormone aus. Somatotropin, auch HGH (Human Growth Hormone) genannt, wird vom Körper hauptsächlich in der Pubertät produziert. Es wirkt positiv auf das Muskelwachstum, die Regeneration, die Fettverbrennung, die Gelenke, die Körperkraft und das Zellalter. Da die Produktion der Wachstumshormone im Laufe der Zeit nachlässt, sollte man die HGH-Ausschüttung auf natürliche Weise fördern, da HGH an vielen physiologischen Prozessen im Körper beteiligt ist. Wie? Mit intensiven, kurzen Trainingseinheiten beim Sport.

Hormon Peptid SportPeptid YY – der Appetithemmer-Hormon

Durch Ausdauertraining erhöht sich der Peptid-YY-Spiegel im Blut. Die Hirnregionen, die für Appetit und Hunger zuständig sind, werden positiv beeinflusst. Nach dem Sport hat man also weniger Hunger bzw. ist nach einer Mahlzeit schneller satt.

Hormon Irisin SportIrisin – das Exercise-Hormon

Irisin wird durch Sport freigesetzt und entfaltet im ganzen Körper seine Wirkung. Laut einer aktuellen Studie programmiert Irisin Fettzellen um. Fett wird dann nicht mehr gespeichert, sondern es wird Energie freigegeben. Außerdem haben Menschen mit höherem Irisinspiegel längere Telomere (Strukturelemente der DNA, die für ihre Stabilität verantwortlich sind) an ihren Chromosomen. Laut Medizinern gibt es einen Zusammenhang zwischen den im Alter kürzer werdenden Telomeren und den Krankheiten Krebs, Herzinfarkt und Alzheimer. Na, wenn das kein Grund ist, in Bewegung zu bleiben!

Wettkampf oder Stress?

Der Körper reagiert identisch: Er schüttet Adrenalin aus. Das steigert die Herzfrequenz, den Blutdruck und stellt ruckzuck Energiereserven für Höchstleistungen beim Sport bereit.

Hormon Testosteron SportTestosteron – das begehrte Dopingmitte

Testosteron sorgt für kräftigere Haare und Knochen. Gleichzeitig regt es die Muskelbildung an. Ja, auch bei Frauen; hier liegt es von Natur aus in geringerer Konzentration vor. Durch ein intensives Krafttraining steigt das Testosteronlevel im Körper um bis zu 41 Prozent an. Dabei gilt: erst Ausdauer- und dann Krafttraining. Eine wissenschaftliche Studie zeigte bei umgedrehter Reihenfolge einen gemessenen Testosteronanstieg um nur 3 Prozent. Aber Achtung: Übertraining beim Sport kann einen deutlichen Testosteronabfall bewirken.

Hormon Freisetzung beim Sport ZeitWer an 3–5 Tagen die Woche Sport treibt, ist besser drauf.

30 – 60 Minuten sollten es sein, um das „Glückshormon“ Endorphin freizusetzen und zu aktivieren.